Büroakustik

Büroakustik

Dass Lärm generell gesundheitsschädlich sein kann, ist inzwischen bekannt. Doch meistens wird dabei nur auf den Stress geachtet, den sehr starke Schallquellen verursachen, etwa bei Anwohnern von vielbefahrenen Straßen oder in der Nähe von Flughäfen und Bahnstrecken. Tatsächlich kann Lärm aber auch schon sehr niederschwellig für eine Erhöhung des Stresspegels sorgen. In vielen Unternehmen wird dieser wichtige Aspekt der Büroakustik bei der Büroplanung völlig außer Acht gelassen.

Die derzeitige Architektur zeichnet sich heute durch den Einsatz der Materialien Beton, Glas und Holz aus. Durch markante Linienführungen und beträchtlichen Glasfronten ergibt sich somit ein cooles und cleanes Erscheinungsbild. Für die Büroakustik alles andere als sinnvoll. Gerade für die Open-Space-Büros keine optimale Ausgangssituation. Die Optimierung der Flächennutzung und das gleichzeitig gestiegene Kommunikationsaufkommen (Kunden- und Lieferantengespräche; Telefonate) muss dementsprechend mit einer guten Büroakustik ausbalanciert werden.

Harte Bodenbeläge wie Fliesen, Vinyl oder Parkett haben optisch und pflegetechnisch zwar Vorteile, sind in Sachen Büroakustik aber stark kontraproduktiv. In diesen Räumen, ohne schallabsorbierende Materialien entsteht eine zu hohe Nachhallzeit und das wiederrum bringt Konzentrationsstörungen und Sprachunverständlichkeit mit sich.

Weitere Informationen zum Thema Büroakustik & Nachhallzeit.

Warum entsteht eine schlechte Büroakustik?

In unseren Eigenheimen haben wir unsere Wohnungseinrichtung mit Möbel, Teppiche, Gardinen und Pflanzen ausgestatten, die für eine angenehme und ausgeglichene Raumakustik sorgen. Sehen wir uns jetzt aber die Orte und Räumlichkeiten an, wo Menschen ihren Tätigkeiten nachgehen. Die derzeitige Architektur zeichnet sich heute durch den Einsatz der Materialien Beton, Glas und Holz aus. Durch markante Linienführungen und beträchtlichen Glasfronten ergibt sich somit ein cooles und cleanes Erscheinungsbild. Kalte und glatte Oberflächen haben jedoch keinerlei Eigenschaften, um den Schall absorbieren zu können. Für die Büroakustik alles andere als sinnvoll. Gerade für die Open-Space-Büros keine optimale Ausgangssituation. Es entstehen lange Nachhallzeiten. Schwingende Schallwellen inmitten der Räume. Hören und Verstehen werden dadurch sehr stark beeinträchtigt. Sämtliche Gespräche werden durch eine minderwertige Büroakustik automatisch immer lauter und es entwickelt sich somit eine unangenehme Lautstärke im Raum. Die Konzentrationsfähigkeit lässt stark nach. Auch körperliche Beschwerden wie zum Beispiel Kopfschmerzen sind möglich. Eine gute Büroakustik trägt daher zu einem positiven Wohlbefinden bei und ist grundlegend ein wichtiger Aspekt, um Unzufriedenheit und Missverständnisse vorzubeugen. Die Optimierung der Flächennutzung und das gleichzeitig gestiegene Kommunikationsaufkommen muss dementsprechend mit einer guten Büroakustik ausbalanciert werden.

Büroakustik gestalten mit Planung und Ziel

Viele denken bei dem Thema Raumgestaltung zunächst an die optischen Elemente die maßgeblich zum Charak­ter eines Raums beitragen. Dass Räume aber nicht ausschließlich über die Optik, sondern auch über die Akustik wahrgenommen werden, wird uns meistens erst dann bewusst, wenn wir uns durch starke unangemessene akustische Bedingungen gestört fühlen. Erst dann stellt sich meistens die Frage: „Wie bekomme ich eine angenehme Büroakustik?“

Generell kann jede Räumlichkeit akustisch bestmöglich gestaltet werden. Mit Unterstützung modernster Software ist es möglich, die Büroakustik (gerade Räume mit besonders hohen akustischen Anforderungen) vorab detailliert zu kalkulieren. Ganz gezielte Maßnahmen verbessen somit entscheidend das individuelle Raumkonzept. Ziel ist also immer, eine optimale Raumplanung mit der bestmöglichen Büroakustik umzusetzen, in der wir uns wohl fühlen.

Das Problem mit der ruhigen Büroumgebung

Soundmasking – nervige Bürogeräusche geschickt kaschiert

Ist das Problem mit der Nachhallzeit gelöst, tritt in Großraumbüros häufig ein neues Phänomen auf. In der neuen ruhigen Umgebung werden Störgeräusche oder Gespräche, Telefonate der Kollegen oder das Telefonklingeln noch viel intensiver wahrgenommen. Selbst Geräusche, die in weiter Entfernung entstehen, werden als spürbar laut empfunden.

Dieses Problem wird verstärkt, wenn Fenster mit Akustikverglasung und eine Lüftungsanlage eingesetzt werden. Durch den Einsatz einer Lüftungsanlage bleiben die Fenster häufig den ganzen Tag geschlossen. Hierdurch dringen zwar keine Außengeräusche, wie z.B. der Verkehrslärm ins Gebäude jedoch bringt das wiederum das nächste Problem mit sich. Es gibt keine Geräuschkulisse mehr, welche die oben genannten Bürostörgeräusche auflöst oder "vermischt".

Liegen wir an einem Strand empfinden wir in der Regel die Gespräche der Strandnachbarn überhaupt nicht als störend. Warum ist das so? Das Meer und die Windgeräusche machen die Sprache unverständlich. Und gerade die Sprachverständlichkeit führt zu dem bekannten Störgefühl.

Fazit:
Das unmittelbare Umgebungsgeräusch hat einen sehr großen Einfluss auf das, was wir hören. Dabei spielt die Lautstärke die führende Rolle. Am Meer mit einer stärkeren Brandung muss man dicht beieinanderstehen, um seinen Gesprächspartner zu verstehen.

 

Die Geräusche im Hintergrund anpassen

Und genauso verhält es sich am Arbeitslatz in einem Großraumbüro. Die Telefonate und Unterhaltungen der Kollegen sind einfach zu gut hörbar. Schallmaskierung oder auch Soundmasking ist deshalb ein Thema für alle Unternehmen oder Einrichtungen, die auf die Vorzüge eines Großraumbüros nicht verzichten wollen.

Es gibt hierfür natürlich auch eine Erklärung der allgemeinen Medizin. Soundmasking bedeutet Soundmaskierung und Maskierung bedeutet Verdeckung. Wir als Mensch können in manchen Frequenzbereichen gewisse Töne nicht oder nur schwer wahrnehmen. Maskierung (Verdeckung) beruht auf der Tatsache, dass der Mensch in bestimmten Frequenzen gewisse Töne nicht oder kaum wahrnehmen kann.

Aus diesem Grund müssen wir beim Thema Büroakustik und gerade in Großraumbüros auf mehr als nur die Nachhallzeit achten. Der Hintergrundlärmpegel darf nicht zu weit abgesenkt werden, denn das erhöht automatisch die Sprachverständlichkeit. Das Soundmasking sorgt also ganz einfach für einen idealen Hintergrundschallpegel.

Wichtig ist, dass dieser Hintergrundschallpegel unaufdringlich und natürlich klingt. Anwesende Mitarbeiter dürfen das Hintergrundgeräusch nicht als störend wahrnehmen.

Die nächsten 2 Videos sollen das Thema Soundmasking noch einmal verdeutlichen.

 

Soundmasking – Die Akusitklösung für Großraumbüros

Soundmasking für Großraumbüros – kurz und einfach ekrlärt

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