Fokussiertes Arbeiten auf offener Bürofläche – ist das möglich?

Fokussiertes Arbeiten Wie visuelle Privatsphäre in offenen Arbeitsumgebungen die Konzentration fördert!

Im letzten Beitrag haben wir gezeigt, was bei der konzeptionellen Planung zugewiesener Arbeitsplätze auf der offenen Fläche zu beachten ist. Hier geht’s zum Beitrag: Zugewiesene Arbeitsplätze auf der offenen Fläche

In diesem Beitrag gehen wir auf die Frage ein, wie visuelle Privatsphäre auf eben jener offenen Fläche die Konzentration fördert und wie es Fokussiertes Arbeiten – auch für einen längeren Zeitraum – ermöglicht!

Das alltägliche Arbeiten auf der offenen Fläche wird, wie wir es schon im letzten Artikel angeschnitten haben, von Vielen als kritisch betrachtet. Zu viel Ablenkung bei gleichzeitig zu geringer Privatsphäre stellt bei den meisten Menschen nur einen weiteren Stressfaktor im Büroalltag dar. Die Lösung: mehr visuelle Privatsphäre, die die potenziellen Ablenkungen auf ein Minimum reduzieren. Wenn Unternehmen sowohl die Bedürfnisse einzelner Mitarbeiter als auch die von Teams berücksichtigen, können alle Beteiligten von offenen Arbeitsumgebungen profitieren.

Visuelle Privatsphäre trägt dazu bei, dass sich die Mitarbeiter in offenen Büroumgebungen deutlich besser konzentrieren können als in einer offenen Umgebung, in der sie nicht vom Geschehen abgeschirmt sind. Es gibt also keinen Grund, offene Arbeitsbereiche oder Tischgruppen aufzugeben. Sie müssen nur anders gestaltet werden.

Neben gezielt eingesetzter Akustikelemente, die den Mitarbeitern eine akustische Privatsphäre liefern, ist eine visuelle Privatsphäre ebenso wichtig. Bei der Einrichtung von offenen Arbeitsumgebungen sollten also verschiedene Optionen für die Gestaltung der Privatsphäre zur Verfügung gestellt werden, damit sich die Mitarbeiter den Bereich aussuchen können, der für sie und ihre Aufgabe am besten geeignet ist. Eine von mehreren Lösungen ist diedie Brody WorkLounge von Steelcase. Der Brody bietet nicht nur ein Höchstmaß an Komfort und Unterstützung, sondern auch eine gut durchdachte Gestaltungslösung für die offene Fläche. Bei der Arbeit im Brody haben Mitarbeiter mehr visuelle und territoriale Privatsphäre, können ihre Konzentrationsfähigkeit verbessern und sind engagierter bei der Sache – frei von jeglichen visuellen wie akustischen Ablenkungen. Eine Studie von Steelcase zeigt, dass die Reaktionszeit der Teilnehmer, welche im Brody saßen, deutlich langsamer war als die der Teilnehmer, die an einer offenen Bench arbeiteten. Das ist ein gutes Zeichen, denn eine langsamere Reaktionszeit ist ein Zeichen für Fokus, Konzentration und Engagement.

Das Referenzbeispiel netgo Basecamp zeigt, wie dies in der Praxis umgesetzt wurde: Fokus- und Rückzugsbereiche

Auf Anhieb würde man meinen, dass eine langsamere Reaktionszeit nachteilig ist, aber die Wissenschaftlerin Elena Patsenko erklärt, warum dies nicht der Fall ist: „Eine schnellere Reaktionszeit bedeutet, dass die Teilnehmer automatische oder gedankenlose Antworten geben, ohne den eintreffenden Reiz sinnvoll zu verarbeiten oder einzuordnen.“ Patsenko weist auch darauf hin, dass schnellere Reaktionen mit höheren Fehlerraten, abschweifenden Gedanken und Ablenkung einhergehen.

Im Umkehrschluss heißt das jedoch nicht, dass auf komplett offene Arbeitsbereiche und -lösungen verzichtet werden sollte. Sie bieten nicht zu unterschätzende Vorteile, wie z.B. mehr Kreativität, Teamarbeit und soziale Interaktionen, die für das seelische wie kognitive Wohlbefinden essenziel sind.

Die Mitarbeiter sollten auf der offenen Fläche also die Möglichkeit haben, sich in Ruhe zu erholen und Energie zu tanken, sich voll in ihre Aufgaben zu vertiefen, um im Anschluss wieder produktiv im Team zusammenzuarbeiten. Festzuhalten bleibt, dass es keinen Grund gibt, offene Arbeitsbereiche oder Tischgruppen aufzugeben – Sie müssen einfach anders gestaltet werden.

Möchten Sie gerne tiefer einsteigen und mehr zum Thema erfahren? Konaktieren Sie uns gerne!

Herzliche Grüße

Ihr thies Team